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Kollateraler Spam

Kollateraler Spam


Als kollateraler Spam (engl.: collateral spam) werden E-Mails bezeichnet, die als Antwort auf eine eingehende E-Mail erzeugt und einem unbeteiligten Dritten zugestellt werden. Auslöser von Kollateralem Spam sind besonders häufig Malware- oder Spam-Mails, da hier in der Regel gefälschte Absender benutzt werden.

Kollateraler Spam entsteht im Wesentlichen auf drei Wegen:

  1. Wenn E-Mails mit gefälschter Absender-Adresse (der Adresse des unbeteiligten Dritten) verschickt werden, das empfangende E-Mail-System diese E-Mail zunächst annimmt und daraufhin eine Unzustellbarkeitsnachricht (Bounce Message) an den vermeintlichen Absender schickt.
  2. Kollateraler Spam wird auch von Empfängern erzeugt, die in Verkennung der Lage den vermeintlichen Absender einer Spam-Mail oder eines Virus mit Beschwerde-E-Mails oder Mailbomben eindecken. Siehe dazu auch Joe-Job.
  3. Viele Autoresponder (Abwesenheitsnachricht, out of office reply) erzeugen ebenfalls kollateralen Spam.

Kollateraler Spam lässt sich weitgehend vermeiden, indem man Mailserver so konfiguriert, dass sie E-Mails, für die sie nicht zuständig sind (z. B. nicht existierende E-Mail-Adresse) oder die Malware enthalten, nicht annehmen und somit auch keine Unzustellbarkeitsnachricht verschicken, alternativ die Mail annehmen und keine Unzustellbarkeitsnachricht verschicken. Auch kollateraler Spam durch Autoreply-Nachrichten lässt sich einschränken, z. B. indem nur auf Nachrichten geantwortet wird, die keine Kennzeichen von Spam und Malware enthalten und die persönlich an den Empfänger adressiert sind, zusätzlich sollte in einem Zeitraum von einigen Tagen nur eine Nachricht pro Absender versandt werden.

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