Home » Home » Informationen » Glossar » Address Resolution Protocol ARP

 

Address Resolution Protocol ARP

Address Resolution Protocol ARP


Das Address Resolution Protocol (ARP) ist ein Netzwerkprotokoll, das die Zuordnung von Netzwerkadressen zu Hardwareadressen möglich macht. Obwohl es nicht auf Ethernet- und IP-Protokolle beschränkt ist, wird es fast ausschließlich im Zusammenhang mit IP-Adressierung auf Ethernet-Netzen verwendet.

Die 48 Bit langen MAC-Adressen werden vom Hersteller einer Ethernet-Netzwerkkarte oder eines Ethernet-fähigen Gerätes vergeben. Die Adresse jeder Schnittstelle ist dabei theoretisch weltweit eindeutig. Praktisch haben aber die Hersteller die Vergaben in der Hand; außerdem kann man zum Beispiel bei den auf der Hauptplatine integrierten Netzwerkchips meistens die MAC-Adresse beliebig über das BIOS oder im Betriebssystem ändern. Bei einigen Netzen, wie zum Beispiel Novell und DECnet, werden die Netzwerkadressen eindeutig auf die Ethernetadressen abgebildet, etwa, indem die MAC-Adresse um weitere Informationen ergänzt wird. Ein Sender kann dann die MAC-Adresse des Empfängers einfach aus der Netzwerkadresse ermitteln.

Adressbereiche des Internet-Protokolls (IP-Adressen) werden von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) zugeteilt, und außerdem bestehen IPv4-Adressen nur aus 32 Bits und sind daher gar nicht in der Lage, MAC-Adressen zu speichern. Es gibt deshalb keine feste Beziehung zwischen MAC-Adressen und IP-Adressen. Will ein Rechner in einem Ethernet an einen Rechner in demselben Netz ein IP-Paket senden, muss er die Information in einen Ethernetframe verpacken. Dazu muss er die MAC-Adresse des Zielrechners kennen und im entsprechenden Feld des Ethernetframes einfügen. Ist ihm diese nicht bekannt, kann er das IP-Paket nicht zustellen. Stattdessen ermittelt er dann mit Hilfe des ARP zunächst die MAC-Adresse des Zielrechners.

 

Zurück